3.2. Lebensraum Klasse und Schule

 

Jahrgangsbezogenene allgemeine Grundsätze

 

Der 5. Schuljahrgang

 

Im ersten Halbjahr müssen sich die Schüler kennen lernen und ihren Platz in der Klasse finden. Sie haben neue Lehrer, neue Fächer und eine veränderte Unterrichtsorganisation. Sie erkunden die neue Schule mit ihren vielfältigen Möglichkeiten, den Fachräumen und Freizeitangeboten. Es ist also vorrangig eine Phase des Kennenlernens und Vertrautwerdens mit den Menschen und der Umgebung.

Die Organisation der Sekundarschule, der Schulumgebung und des Ganztagbetriebes sind für die Schüler neu. Sie sitzen in allen Fächern in Tischgruppen und sollen lernen in Kleingruppen zusammenzuarbeiten, sich gegenseitig zu helfen und Hilfe an zunehmen, andererseits sollen sie lernen eigenverantwortlich zu arbeiten und ihren Lernfortschritt selbst in die Hand nehmen. Dies ist ein langer Prozess, der u. a. mit den Möglichkeiten des Methodentrainings, für das ein schulinterner Methodencurriculum entwickelt wird,  unterstützt wird.

Neben dem Unterricht gibt es vielfältige Freizeitangebote, die im Wechselspiel von Aktivität und Ruhe angemessen genutzt werden sollen. Dabei ist es wichtig Rücksicht auf die Bedürfnisse andere zu nehmen und die Schulordnung sowie andere vereinbarte Regeln einzuhalten.

Im Rahmen des Sozialen Lernens wird ein Projekt zum Kommunikationstraining durchgeführt.

 

„ Ich bin selbst für meine Lernfortschritte verantwortlich“

 

Unsere Grundregeln:

 

-        Wir gehen freundlich und höflich miteinander um, so dass sich jeder an unserer Schule wohlfühlen kann.

-        Wir lösen Konflikte fair und ohne Gewalt.

-        Wir achten einander, kränken niemanden mit Absicht und lachen keinen aus.

-        Jeder ist für seine eigenen Angelegenheiten zuständig, aber auch für die seiner Tischgruppe, seiner Klasse und seines Jahrgangs.

-        Wir gehen mit allen Arbeitsmaterialien sorgfältig um.

-        Unsere Lern- Arbeitsumgebung soll so aussehen, dass sich alle wohlfühlen können.

 

Regeln für den Unterricht:

-        pünktlich sein

-        übernommene Ämter gewissenhaft ausüben

-        Ruhezeichen beachten

-        Arbeitszeit ausnutzen

-        Arbeiten sorgfältig und vollständig ausführen

-        zuhören, bei Verständnisschwierigkeiten nachfragen

-        in der TG nicht stören und aktiv mit für Ruhe sorgen

-        wenn eine Arbeit fertig ist, Zusatzaufgabe aussuchen

-        Arbeitsblätter gewissenhaft abheften

-        Hefter ordentlich führen,

-        Federmappe `einsatzbereit` halten

-        benutztes Material wegräumen

-        nach der Stunde Arbeitsplatz aufräumen

 

Gesprächsregeln:

 

-        einer sprich, die anderen hören zu

-        jeder darf ausreden

-        aktiv zuhören, keine Nebentätigkeiten

-        sich am Gespräch beteiligen

-        auf Gesprächspartner eingehen

 

-        Regeln für die Partnerarbeit und TG-Arbeit:

-        mitarbeiten, Ämter und Dienste übernehmen

-        sich gegenseitig helfen, erklären, Anstöße geben

-        Arbeitszeit nutzen, zügig anfangen, beim Thema bleiben

-        Hilfe erbitten, aber auf andere Rücksicht nehmen

-        Arbeitsergebnisse vergleichen

 

 

Zusammenfassung Regeln  (im Klassenraum ausgehangen) basierend auf

                                      „Bei Stopp ist Schluss“

 

Pünktlichkeitsregel

Ruheregel                        Signal: Gong

Aufmerksamkeitsregel     Signal: Gong  + erhobene rechte Hand des Lehrers

Flüsterregel                     Signal: Gong  + Finger auf den Mund

Stoppregel                       Signal: erhobene Hand                

 

-        alle Regeln werden mit den Schülern und Eltern besprochen und eingeübt

-        bei Verstößen gibt es eine Verwarnung mit der „Gelben Karte“ , dann eine Auszeit

-        während der beaufsichtigten  Auszeit muss der Schüler über sein Verhalten nachdenken und er muss einen Auszeitzettel ausfüllen

-        es erfolgt telefonisch eine Benachrichtigung der Erziehungsberechtigten

-        ab zwei Auszeiten führen wir ein Eltern-Schüler-Lehrer-Gespräch

 


Der 6. Schuljahrgang


Methodenkompetenz:

Die im 5. Schuljahrgang erlernten Methoden sollen weiter vertieft und eingeübt werden, damit allen Schülerinnen und Schülern ein sicheres Fundament für die Arbeit im Fachunterricht entstehen kann.

Aufbauend auf den Schwerpunkten für den 5. Jahrgang werden die Methodenkenntnisse entsprechen des schulinternen Lehrplans erstellen. Es wird angestrebt, dass die Schülerinnen und Schüler hierbei das Erlernte in fächerübergreifenden Projekten und bei der Bearbeitung von größeren Lernaufträgen nutzen und anwenden können.

Im PC- Unterricht werden Kenntnisse in der Textverarbeitung vertieft und ausgebaut, so dass sie im Fachunterricht genutzt werden können. Weiterhin spielt die Nutzung des Internets als Informationsquelle eine wichtige Rolle.

 

Ab dem zweiten Halbjahr erhalten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit Einblicke in die Fremdsprachen Russisch und Französisch zu gewinnen. Sie sollen selbst einschätzen können, ob die Wahl einer zweiten Fremdsprache ab dem 7. Jahrgang für sie in Frage kommt.

Fachlehrerinnen und Klassenlehrer werden ihnen dabei beratend zur Seite stehen.

 

Im Umgang miteinander sollen die Schülerinnen und Schüler:

-        sich gegenseitig tolerieren, auch über die eigene Klasse hinaus

-        Regeln für das Miteinander finden und auch einhalten

-        gewaltfrei in Wort und Tat miteinander umgehen, besonders bei der Lösung von Konflikten

 

Gemeinsames Lernen in der Gruppe:

-        Absprachen über das Vorgehen bei Gruppenarbeiten treffen können

-        verschiedene Arten der gemeinsamen Arbeit ausprobieren können

-        unterschiedliche Fähigkeiten der Beteiligten in die Arbeit mit einbeziehen können

 

 

Selbsteinschätzung:

Schülerinnen und Schüler sollen weiter befähigt werden eine Einschätzung ihres eigenen Lernens und Verhaltens vorzunehmen und sich daraus Ziele abzuleiten. Dazu gehört:

-        zu wissen, was man gern macht und gut kann

-        herausfinden, wie man am besten lernen kann

-        zu erkennen, wo man noch Schwierigkeiten hat

-        sich selbstverantwortlich um versäumte Inhalte kümmern

-        Lernschwerpunkte für sich zu benennen und eine gute Wahl für den Wahlpflichtunterricht im 7. Jahrgang zu treffen

 

 

Der 7. Schuljahrgang

 

Schülerinnen und Schüler des hauptschulbezogenen- und realschulbezogenen Bildungsgangs werden in kombinierten Klassen unterrichtet. die äußere Leistungsdifferenzierung fällt somit weg.

Auf Grund eigener Interessen und fachlicher Beratung haben die Schülerinnen und Schüler einen Wahlpflichtkurs (Wpk) gewählt und müssen sich neu in diesem Fach orientieren.

Dazu gehört es das eigenständige Arbeiten auszuweiten und die Arbeits- und Übungsstunden noch selbständiger zu nutzen.

Durch die Kurswahl entstehen neue Lerngruppen, womit die Stammgruppenstruktur gelockert wird und eine Ausrichtung nach außen beginnt.

Die im 5. und 6. Jahrgang erlernten Methoden sollen vertieft und erweitert werden.

Einen hohen Stellenwert wird weiterhin das soziale Lernen haben. In Klassenleiterstunden und Projekten werden dazu geeignete Lernanlässe geboten. Eine wichtige Rolle spielt dabei weiterhin die Einbindung der Schulsozialarbeiter, auch in Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen. Der Fokus wird auf dem Thema „Drogenprävention“ und „Mobbing“ liegen.

Am Ende des Schuljahres können die Schüler im Rahmen des BRAFO-Projektes erste praktische Erfahrungen in der Berufsorientierung machen.


8./9. Schuljahrgang

 

Die bisher erlernten Methoden sollen vertieft und erweitert werden.

Einen hohen Stellenwert wird weiterhin das soziale Lernen haben. In Klassenleiterstunden und Projekten werden dazu geeignete Lernanlässe geboten. Außerschulischen Institutionen unterstützen die Arbeit an der Schule.

Die Berufsorientierung nimmt einen immer größer werdenden Raum ein und wird durch zwei Praktika im 2. Hj. des 8. Jahrgangs und im 2. Hj. des 9. Jahrgangs ergänzt.

Die Schüler, die im hauptschulabschlussbezogenen Bildungsgang unterrichtet werden, bereiten sich intensiv auf einen erfolgreichen Abschluss vor. Bei entsprechenden fachlichen Voraussetzungen haben sie die Möglichkeit an der besonderen Leistungsfeststellung teilzunehmen. Wird diese erfolgreich bestanden, kann der 10. Schuljahrgang mit dem Ziel den Realschulabschluss zu erlangen, besucht werden.

 

10. Schuljahrgang

 

Die Schüler werden intensiv auf die Abschlussprüfungen zu Erlangung des Realschulabschlusses vorbereitet. Dazu werden den Schülern zusätzliche Förderangebote unterbreitet. Die Berufsorientierung hat weiterhin einen großen Stellenwert.

Schwerpunkte der Schulsozialarbeit

 

Unserer Schule stehen momentan 2 Schulsozialarbeiterinnen und eine Beratungslehrkraft zur Verfügung.

 

Grundlage für die Schulsozialarbeit ist der systemische Ansatz.

Systemische Betrachtungsweise versteht alle Phänomene in ihrem Kontext, niemals isoliert. Das bedeutet einerseits, Kontextbedingungen zu schaffen, um Veränderungen zu ermöglichen.

Andererseits heißt es, dass einzelne Problemsystem zu unterstützen, in dem gemeinsam mit den Betroffenen lösungsorientiert gearbeitet wird.

 

In engem Kontakt mit den Klassenlehrerinnen:

-        werden Projekte zum sozialen Lernen geplant und durchgeführt, hierbei spielt das Nutzen von Außenbeziehungen eine wichtige Rolle ( Themen: Entwicklung der Kommunikationsfähigkeiten, Sexualerziehung, Cybermobbing).

-        Schülerinnen und Schüler nach Bedarf beraten .

-        wird in den Tischgruppen regelmäßig an Sozialkompetenzen gearbeitet.

-        werden Klassenleiterstunden zu sozialen Themen gestaltet.

-        werden Tischgruppen-Elternabende vorbereitet und begleitet.

 

Arbeitsbereiche, die sich an alle Schüler richten:

-        Freistundenbetreuung im Schulsozialarbeitsbereich

-        Aufsichten beim Mittagessen

-        Offene Freizeitgestaltung im GT-Bereich

-        Frühstücksversorgung

 

Spezielle Angebote für Kleingruppen:

-        Trommeln

-        Schlichterschulung

 

Einzelfallarbeit:

-        Zusammenarbeit mit Jugendamt, Eltern und Klassenlehrer

-        Kooperation mit Jugendhilfeeinrichtungen

-        Nutzen von Außenbeziehungen, z.B. Psychologe

 

Montags ist ein Beratungstag für Erwachsene vorgesehen. An den anderen Wochentagen bieten die Schulsozialarbeiterinnen den Schülerinnen und Schülern Zeit zur Betreuung und Beratung. 

Gemeinsame Veranstaltungen, unabhängig von den anderen Vorhaben der Jahrgänge, werden geplant und durchgeführt, z.B. erhalten die 3 Besten des Miteinanders eine Würdigung.

Perspektivisch gesehen soll eine Schulsozialarbeiterin für je zwei Jahrgänge aufsteigend zuständig sein. Bei der Umsetzung der Vorhaben ergibt sich ein erhöhter räumlicher Bedarf.

 

Schwerpunkte zur berufsorientierenden Bildung

 

Ab dem 7. Schuljahrgang spielt die Berufsorientierung im Sinne des Erwerbs der Berufswahlfähigkeit eine wichtige Rolle.

Dies erfolgt durch:

-        Umsetzung im regulären Unterricht (Wirtschaft/Technik/Hauswirtschaft)

-        Durchführung von Betriebspraktika im 8./9. Jahrgang

-        kontinuierliche Betreuung durch einen Berufsberater der Agentur für Arbeit

-        außerunterrichtliche Angebote in Kooperation von Schule und Wirtschaft (siehe Punkt Außenbeziehungen und Dokumentation), geleitet von Frau Walther

Alle Maßnahmen dienen der Herausbildung von erforderlichen Kernkompetenzen für den Arbeitsmarkt und dem Erwerb von Fähigkeiten ihre Berufswahlentscheidung in situationsgerechtes Handeln verwirklichen zu können.

Wenn möglich, sollte es eine Kontaktstunde pro Woche geben, wo Schüler der 10. Klassen Fragen zu Bewerbungsunterlagen, Bewerbungsbetrieben und Bewerbungsgesprächen stellen können.

Eine Konzeption zur Berufsorientierung wird jährlich der Gesamtkonferenz vorgelegt.