3. Gestaltungsbereiche der Schule:                                                              

 

3.1. Lehren und Lernen

(Einführung des Teamkleingruppenmodells ab dem Schuljahr 2006/ 2007)

 

 

Die Beuditzschule war bis zum Schuljahr 2004/ 2005 Halbtagsschule. Als Ergebnis von interner und externer Evaluation der Bildungs- und Erziehungsarbeit sowie ausgehend von den vier pädagogischen Grundsätzen ergeben sich daraus folgende Aufgabenfelder: 

 

  1. Die Beuditz - Sekundarschule als gebundene Ganztagsschule zu entwickeln und mit den Schülern die Schule zu einem Lern- und Lebensraum zu gestalten, mit ihnen gemeinsam Werte zu schaffen und Normen zu leben, sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen, Talente, Neigungen und Interessen zu fördern, ist eine wichtige Aufgabe.

 

  1. Kooperation an der Schule, die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit von

Schülern und Lehrern stärken, so soll die Devise für die Arbeit 

            an der Schule lauten. Großes Ziel ist der Abbau von Schulfrust, von

            Schulverweigerung, von Wiederholern usw.  Im Jahr 2005 wurde dazu der

            Beschluss der Gesamtkonferenz zur Einführung der Ganztagsschule

            getroffen.

            Im Frühjahr des Schuljahres 2005 wurde dieser Beschuss weiter modifiziert

            und die Einführung des Teamkleingruppenmodells und die Veränderung zur 

            gebundenen Ganztagsschule für den 5. Schuljahrgang aufsteigend getroffen.

            Dieser Prozess ist im Schuljahr 2011/12 abgeschlossen.

     

  1. Berufsorientierung und Berufsvorbereitung  in den Alltag mit einfließen zu lassen spielt eine wichtige Rolle an unserer Schule.

 

  1. Schule als Ort des lernenden Erlebens zu gestalten, Schülern die Möglichkeit nach  ihren eigenen Lernvoraussetzungen zu arbeiten, sind wichtige Ziele unseres pädagogischen Handelns.

        

Der Weg


Erreicht werden können diese Ziele mit dem Team-Kleingruppen-Modell. Mit  ausschließlich traditionellen Organisations- und Arbeitsstrukturen können neue Ideen von Schule und Lernen nicht effektiv verwirklicht werden. Wir müssen hier neue Wege gehen. Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern müssen neue Rollen im Schulalltag zugewiesen werden. Tragende Säulen dieses Team-Kleingruppen-Konzepts sind die Lehrerinnen- und Lehrerteams: Für jeden Jahrgang  ist in der Regel ein Lehrerteam zuständig. In jedem Team arbeiten Lehrer und Lehrerinnen, die für das fachliche Lernen und die Entwicklung  ihrer Klassen im betreffenden Jahrgang verantwortlich sind.
Die Schule wird voraussichtlich zwei- in einigen Jahrgängen dreizügig sein. Jeder Klasse  gehören maximal 28 Schülerinnen und Schüler an.

Verlässliche Öffnungszeiten ( Montag - Donnerstag: 7.35-14.50 Uhr/Freitag: 7.35-14.00 Uhr) bieten Raum um neue Ideen zur strukturellen und inhaltlichen Gestaltung von Bildung und Erziehung zu entwickeln und umzusetzen.

Den Schülerinnen und Schülern ist es möglich, am Mittagessen in der Schule teilzunehmen.


Kooperation und Teamarbeit


Jede Klasse/Jahrgang  wird von einem festen Lehrerteam betreut, das sich auf die fachlichen, pädagogischen und fächerübergreifenden Probleme der Klasse/des Jahrgangs konzentriert.

Am Ende eines Schuljahres werden die teamübergreifenden Rahmenbedingungen für das neue Schuljahr auf die Tagesordnung der Schule gesetzt: endgültige Zusammensetzung der Teams, Raumverteilung. Die Abstimmung der Arbeit findet in regelmäßigen Teamsitzungen statt.

Klassenleitersystem


Die Erfahrungen von „Guter Schule“ zeigen, dass es besonders in den unteren Jahrgängen wichtig ist, die Schülerinnen und Schüler genau kennen zu lernen und feste emotionale Beziehungen zu ihnen aufzubauen. Diese Aufgabe erfüllen in besonderem Maße die Klassenlehrer bzw. deren Stellvertreter. In jeder Klasse sollte es ein Lehrerteam geben, das möglichst viele Unterrichtsstunden im eigenen Jahrgang unterrichten. Weiterhin stehen jedem Klassenlehrer zwei Wochenstunden zur Verfügung, die für ein intensives Arbeiten an der Ausbildung von sozialen Kompetenzen genutzt werden. Dabei steht ihnen ein Schulsozialarbeiter zur Seite.

Verbindlicher Rahmen


Jede Klasse setzt sich aus Kleingruppen, den sogenannten Tischgruppen von je drei bis sechs Schülerinnen und Schülern zusammen.

 

Regeln für die Bildung von Tischgruppen:

Regel 1:       In jeder Tischgruppe lernen Jungen und Mädchen gemeinsam.

Regel 2:       Jeder sollte mindestens einen Wunschpartner in der Gruppe finden.

Regel 3:       In jeder Tischgruppe sitzen Schülerinnen und Schüler mit 

                    unterschiedlichen Stärken und Begabungen.

 

Regel 4:       In jeder Gruppe arbeiten Schülerinnen und Schüler, die leicht lernen,

gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, die beim Lernen Schwierigkeiten haben.

In den Fachräumen ist bei Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen die Arbeit in den Gruppen ebenfalls möglich.

Mindestens einmal im Schulhalbjahr zieht die Tischgruppe Bilanz. Dann treffen sich Schülerinnen und Schüler, Eltern, Schulsozialarbeiter und Klassenlehrer und diskutieren darüber, welche Lernentwicklung bei einzelnen Schülerinnen und Schülern zu beobachten ist und was im Unterricht gut oder nicht so gut geklappt hat. Besonders gute Arbeitsergebnisse werden präsentiert. Die Tischgruppen sind als Gemeinschaft auf Dauer des Schuljahres angelegt. Ihre Zusammensetzung wird nur  nach ausführlicher Beratung der Teamlehrer und nach Absprache mit betroffenen Schülern verändert. In der Regel bleiben die Tischgruppen für ein Schuljahr zusammen.
 

Innere Differenzierung hat Vorrang

 

Mit dem Team-Kleingruppen-Modell  wird eine alternative Schulstruktur entwickelt, die auch Konsequenzen für die Leistungsdifferenzierung hat. Die äußere Fachleistungsdifferenzierung auf den unterschiedlichen Niveaus entfällt. Die Differenzierung erfolgt als Binnendifferenzierung in der Tischgruppe  im Fachunterricht und den Arbeit- und Übungsstunden. In den Klassen lernen Schüler im realschulabschlussbezogenen, hauptschulabschlussbezogenen und gemeinsamen Unterricht zusammen. Das enge Zusammenwirken von Schulsozialarbeiter, Lehrer und Schüler lässt keine Problemhäufungen zu, kann auf vorhandene Defizite schneller reagieren und Hilfen anbieten. Bei Bedarf werden für Schülerinnen und Schüler mit erhöhtem Förderbedarf individuelle Förderpläne entwickelt. Hierbei erfolgt eine enge Zusammenarbeit von Lehrerteam, Schulsozialarbeiter, den Eltern, Lehrern des Förderzentrums Weißenfels im Rahmen des gemeinsamen Unterrichtes (GU) und gegebenenfalls auch Psychologen


Äußere Rhythmisierung

 

Für die Schüler teilen sich die Tage einer Woche in fünf Bereiche:

-        Kernunterricht

-        Wochenplanarbeit (A&Ü)

-        Unterricht in Kleingruppen:  Montag bis Freitag

-        Mittagsband mit Ganztagsangeboten :               Dienstag bis Donnerstag (11.50-13.10 Uhr)

-        Soziales Lernen

 

Im Mittagsband haben die Schüler und Schülerinnen die Gelegenheit in Ruhe ihr Mittagessen einzunehmen und sich anschließend in den zahlreich angebotenen Arbeitsgemeinschaften entsprechend ihrer Neigungen und Interessen zu beschäftigen.

 

Innere Rhythmisierung

 

Ab dem Schuljahr 2007/2008 ist die innere Rhythmisierung eine wesentliche Säule des Lehr- und Lernprozesses.

Ab diesem Schuljahr sind  Blockunterricht und  epochaler Unterricht ein fester Bestandteil der Unterrichtsorganisation.